NEUE BEITRÄGE 2026: Offenbar doch deutlich teurer
von Oliver Beyersdorffer
Die letzten Informationen, die der PKV-Verband veröffentlich hatte, lagen bei rund 13%. Je mehr Informationen zu den Tarifen der einzelnen Krankenversicherern bekannt werden, desto höher fallen zum Teil die Anpassungsraten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus.
Sieht man sich beipielsweise das Tarifwerk GesundheitVARIO der Versicherungskammer Bayern und der UKV an, steigen die Beiträge für Kinder in der Stufe 400 um bis zu 41% und für Jugendliche um bis zu 42%. Die Anpassungsraten für Erwachsene liegen zwischen 31% und 33%. In der Variante 1600 hingegen sinken die Beiträge für Kinder und Jugendliche um 10%, während die Beiträge für Erwachsene um 36% bis 40% steigen.
Die Gothaer hat auch erheblichen Anpassungsbedarf im neuesten Tarif MediCompact, der erst im Juli 2022 eingeführt wurde.
Die INTER muss die Beiträge für die QualiMed-Tarifserie zum Teil deutlich erhöhen, wobei die Spitze bei 28% für Kinder und Jugendliche im QualiMed Premium 300 U liegt und für Erwachsene wird es in allen QualiMed-Tarifen um 11% bis 17% teurer, mit Ausnahme des QualiMed Premium 1200 U, der nur eine Anpassung von 5% bis 7% betroffen ist. Auch in den Medizinertarifen sieht es ähnlich düster aus.
Auch bei der R+V gibt es solche Ausreiser im Tarifwerk AGIL premium um bis zu 32% bei den Erwachsenen. Für Kinder und Jugendliche in allen AGIL-Tarifen ebenfalls empfindlich teuren, mit Ausnahme des AGIL comfort 960. Hier sind nur die Kinder von einer Änderung betroffen, die allerdings bei 23% liegt.
Hier geht es aber ausschließlich um die Neugeschäftsbeiträge. Zu den Bestandstarifen liegen keinerlei Informationen aktuell vor und zu den Bisextarifen sind auch keinerlei Zahlen bekannt.
Sollten Sie von der Beitragsänderung betroffen sein, dann erhalten Sie in den nächsten Wochen eine entsprechende Mitteilung von Ihrem Versicherer - wie gewohnt und wie alle Jahre wieder.
LASSEN SIE SICH NICHT DEN SCHNEID ABKAUFEN...
... Sie können sich wehren. Ihre Waffe ist das Tarifwechselrecht und Ihr Krankenversicherer hat geradezu panische Angst, dass Sie Ihre Waffe einsetzen. Aus diesem Grund versucht er es Ihnen auch so schwer wie möglich zu machen, also gewissermaßen die Hürde sehr hoch zu legen. Das Ganze ist aber nur so etwas wie...
Der Hund, der bellt, beißt nicht.
Setzen Sie Ihre Waffe ein und verschaffen Sie sich so einen (wieder) bezahlbaren Beitrag zu Ihrer prviaten Krankenversicherung.
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