Standardtarif und Basistarif werden angepasst

von Oliver Beyersdorffer

Zum 01.07.2010 werden die Beiträge der beiden Tarife, die der Gesetzgeber für ältere Versicherte vorschreibt erhöht. Während der Standardtarif bereits seit den 90er Jahren als Kostensenkungsinstrument eingeführt wurde und meines Erachtens auch dem Ruf nach einem Tarif mit bezahlbaren Beiträgen gerecht wird, verhält sich das beim 2009 eingeführten Basistarif ganz anders. Er ist teuer und die anrechenbaren Alterungsrückstellungen, die Sie als PKV-Kunde bei einem Tarifwechsel mitbringen, wirken sich nicht beitragsmindernd aus.

Interessant am Basistarif ist eigentlich nur die Subventions-Möglichkeit, die er für Menschen in wirtschaftlichen Nöten bereithält. So sind im vergangenen Jahr Sozialämter und ARGEN dazu übergegangen von sich aus bei ihren privat versicherten Kunden einen Tarifwechsel in den Basistarif anzustrengen, um die von amtwegen zu zahlenden Beiträge zu verringern. Das passierte teilweise ohne Wissen des PKV-Kunden und verstößt klar gegen Datenschutzbestimmungen. Wer betroffen ist, sollte hier besonders aufmerksam sein. Denn einmal im Basistarif angekommen, ist der Weg zurück häufig durch die drohende Gesundheitsprüfung versperrt.

Lassen Sie sich hier nichts vormachen, Beitragsersparnisse lassen sich auch anders realisieren. Tarifwechsel ist der richtige Ansatz, doch der Basistarif als Ziel ist definitiv der falsche Weg, denn jeder Erwachsene bezahlt den Höchstbeitrag, der in diesem Jahr aufgrund der Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze auf EUR 590,03 monatlich steigt.

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