Für 60% wird's um 13% teurer

von Oliver Beyersdorffer

Jetzt hat der PKV-Verband zwei interessante Zahlen im Zusammenhang mit der Beitragsanpassung zum Januar 2026 genannt - 60 und 13. Für 60% der PKV-Kunden wird es um durchschnittlich 13% teurer. Allerdings sind hier nicht nur die Versicherten berücksichtigt, deren PKV zum Jahreswechsel Beitragsänderungen durchführt.

Auch wenn das mit Abstand die meisten Versicherer betrifft, sind Kunden von HUK und VRK, DKV und der Mannheimer, die zur Continentale gehört in dieser Prognose nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für PKV-Kunden, die im Standard- oder Basistarif versichert sind.

Dennoch sollten Sie sich nicht von der Zahl täuschen lassen, denn einerseits wird hier von "durchschnittlich" gesprochen und andererseits erfolgt eine Beitragsanpassung grundsätzlich in EUR und bezogen auf den Tarifbeitrag. Der Tarifbeitrag ist nicht mit dem zu zahlenden Beitrag identisch. Um das etwas zu veranschaulichen, erläutere ich das anhand des Nachtrags eines meiner Mandanten, der bei der LKH versichert ist:

Vielleicht fragen Sie sich nun, worauf ich hinaus möchte... ganz einfach. Die Anpassung erfolgt vom Tarifbeitrag, also in diesem Fall von den Beiträgen

  • des ambulanten (Tarif 103: 536,05 EUR),
  • des stationären (Tarif 200: 245,73 EUR) und
  • des zahnmedizinischen Leistungsbausteins (Tarif 194: 17,85 EUR)

in einer Gesamthöhe von 800,08 EUR. Eine durchschnittliche Erhöhung um 13% ergibt in diesem Fall einen Änderung um + 104,01 EUR.

Wenn man vom zu zahlenden Beitrag ausgeht, so ergibt sich eine Gesamthöhe von 651,36 EUR und eine 13%ige Anpassung ergäbe dann ein Plus von 84,68 EUR. Aber es gibt da noch ein weiteres Missverständnis, denn die Anpassung erfolgt auch nicht in Prozent, sondern grundsätzlich in EUR.

Auch wenn das keinerlei Trost ist und Sie Ihren Beitrag und die damit verbundenen Erhöhungen selbst stemmen müssen, möchte ich Ihnen dennoch zeigen, dass die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) ebenfalls deutliche Steigerungen erfahren hat.

Tatsächlich liegt in einem Betrachtungszeitraum von 2005 bis 2025, also über 20 Jahre, die Erhöhung in der GKV mit durchschnittlich 3,8 Prozent im Vergleich zur PKV mit nur 3,1 Prozent deutlich höher.

Ich habe bereits vor einiger Zeit einen entsprechenden FAQ-Beitrag dazu verfasst, denn das Phänomen der Diskrepanz zwischen Ankündigung in der Presse und Realität auf dem neuen Nachtrag zum Versicherungsschein ist schon lange so. Falls Sie sich das nochmals etwas genauer ansehen wollen, dann halte ich dazu auch einen kurzen Videoclip bereit, der diese Thematik näher beleuchtet.


NICHT ÜBER DEN KOPF WACHSEN LASSEN...

... denn Sie sind dieser Beitragsentwicklung nicht hilflos ausgeliefert - im Gegenteil. Der Gesetzgeber hat Ihnen eine mächtige Waffe in die Hand gedrückt - das Tarifwechselrecht!

Nutzen Sie die Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten, um auch in Zukunft einen bezahlbaren PKV-Beitrag zu gewährleisten.

ERSTEINSCHÄTZUNG

Zu viele Tarife, alles extrem unübersichtlich und der Versicherers ist nicht kooeperativ. Nun, dann hilft eine Ersteinschätzung, um den passenden Versicherungsschutz bei Ihrem PKV-Anbieter zu finden.

Einen Schritt näher zum Ziel...

NÄGEL MIT KÖPFEN!

Das Maß ist voll und Sie wollen die Beitragssituation jetzt und vor allem auch nachhaltig ändern?
Dann ist in der Regel ein schrittweises Vorgehen die richtige Lösung, um ans erhoffte Ziel zu gelangen.

Und so geht das Ganze weiter...

SIE HABEN FRAGEN?

Antworten auf die brennensten Fragen im Zusammenhang mit einem Tarifwechsel finden Sie gleich hier...

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