Der Unterschied zwischen Beitrags-, PKV- und Tarifoptimierung

von Oliver Beyersdorffer

Ein neues Geschäftsmodell setzt die PKV unter Druck und bringt betroffene PKV-Kunden oftmals aufgrund finanzieller Interessen dazu leichtfertig auf wertvolle Leistungen zu verzichten - die Optimierung von privaten Krankenversicherungen.

Die sogenannten Optimierer treten unter verschiedenen Bezeichnungen auf. Keiner weiß so ganz genau, was sich eigentlich hinter den unterschiedlichen Begriffen verbirgt. Prinzipiell geht es immer um das Gleiche:
Bei betroffenen PKV-Kunden bestehenden Versicherungsschutz umzugestalten. Die Vorgehensweisen sind dabei durchaus unterschiedlich, genauso wie das Ergebnis.

Wer tut was?

Der Beitragsoptimierer

Hier geht es in erster Linie darum den Beitrag zu senken. PKV-Kunden, die von hohen Beitragsbelastungen betroffen sind wird gezeigt, was aus tariflicher Sicht möglich ist. Dabei steht die Beitragsersparnis immer im Vordergrund. Das Leistungsversprechen wird dabei teilweise stark reduziert, vielfach werden auch Selbstbehalte erhöht. Bei softwaregestützten Vergleichen wird darauf geachtet nur Aussagen zu grundsätzlichen Tarifmerkmale zu treffen, die beispielsweise durch "abhaken" gegenübergestellt werden und Fragen mit "Ja" oder "Nein" zu beantworten.

Das Leistungsversprechen wird hierbei nur oberflächlich betrachtet, andernfalls würde man als betroffener PKV-Kunde sicherlich sehr schnell begreifen, dass der bisherige Versicherungsschutz mit dem in Aussicht gestellten neuen Tarif rein gar nichts mehr zu tun hat und man besser nicht erkrankt.

Die Vergütung erfolgt über ein erfolgsabhängiges Honorar, deren Berechnungsgrundlage die erzielte Beitragsersparnis bildet und mit einem Multiplikator die Höhe ergibt.
Getrieben von der Honorarmaximierung wird Seitens des Beitragsoptimierers nur eine unzureichende Beratungsleistung erbracht, die mit der Verantwortung eines Versicherungsmaklers oder Versicherungsberaters keinesfalls zu vereinbaren ist und letztlich auch zu hohen Haftungsrisiken führt.
Bedauericherweise scheint oftmals der Verstand betroffener Kunden angesichts solch hoher Beitragsersparnisse einfach auszusetzen. Andernfalls ist kaum zu erklären, wie man auf diese Masche des Beitragsoptimierers hereinfallen kann.

Der PKV-Optimierer

Hinter dieser Bezeichnung versteckt sich ein Vermittler, der betroffenen PKV-Kunden in erster Linie eine "neue PKV verkaufen" möchte, sofern sich das bewerkstelligen lässt. Da neue Verträge bei neuen Anbietern vom Gesundheitszustand des jeweiligen Kunden abhängig sind, ist es nicht immer möglich einen neuen Versicherer zu guten Konditionen zu finden.

Trotzdem finden Optimierer oftmals einen anderen Anbieter, der eine bestehende PKV irgendwie preiswerter eindeckt, was in der Regel mit einer Verminderung des Leistungsversprechens verbunden ist. Viele PKV-Kunden bemerken die mit einem Anbieterwechsel verbundenen Nachteile nicht wirklich. Verlust von Alterungsrückstellung in manchen Fällen sogar vollständig, Verlust des bisher geltenden Eintrittsalters und die Notwendigkeit einer erneuten Gesundheitsprüfung sind dabei nicht zu unterschätzen.

Erst wenn der PKV-Optimierer feststellt, dass der Anbieterwechsel nicht gelingen wird, sucht er nach alternativer Gestaltung beim bisherigen Versicherer durch einen Tarifwechsel. Um eine hohe Beitragsersparnis zu erzielen, ist die Umstellung in der Regel auch mit einem Leistungsverzicht verbunden. Nicht grundsätzlich wird der Kunde hier vollständig und transparent aufgeklärt und ein Vergleich bisheriger und zukünftiger Leistungen geschieht eher oberflächlich.

Die Vergütung erfolgt entweder durch den Versicherer, wenn ein neuer Abschluss erzielt wurde und der Kunde seinen bisherigen Vertrag durch Kündigung beendet hat oder im Falle eines Tarifwechsels beim bisherigen PKV-Anbieter durch ein erfolgsabhängiges Honorar, deren Berechnungsgrundlage die erzielte Beitragsersparnis bildet und mit einem Multiplikator die Höhe ergibt und vom Kunden zu bezahlen ist.

Der Tarif-Optimierer

Hier geht sollte es eigentlich um das Leistungsversprechen gehen und in wie weit sich das Preis-Leistungsverhältnis verbessern lässt. Das heißt, eine erzielbare Beitragsersparnis ist von untergeordneter Bedeutung. In manchen Fällen ist das Ziel einer Optimierung dieser Art auch die Erweiterung des Versicherungsschutzes, Dabei erfolgt auch diese Optimierung innerhalb der Grenzen der Tarifpallette des Versicherer, bei dem der Vertrag seither besteht. Durch Gesundheitsprüfung oder das Nutzen bestehender Optionen versucht der Tarif-Optimierer das Leistungsversprechen zu erweitern. Dabei geht es nicht um einen Neuabschluss, sondern um die Erhaltung bereits erworbener Rechte.

Sollte es möglich sein den Leistungsversprechen zu erhöhen und dadurch Mehrbeitrag entstehen, kann die Vergütung des Optimierers oftmals über die Courtage oder eine Abschlussprovision durch den Versicherer erfolgen. Wird eine Beitragsersparnis erreicht oder die Umgestaltung durch einen Versicherungsberater vorgenommen, erfolgt die Vergütung des Optimierers durch den Kunden.

Als PKV-Kunde sollte man aber nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass der jeweilige Optimierer nur das Wohl des Betroffenen im Auge hat, sondern gleichwohl auch eigene Interessen verfolgen könnte. Speziell dann, wenn es um hohe Beitragsersparnisse oder einen möglichen Neuabschluss geht, sollten betroffene PKV-Kunden ganz genau hinsehen und sich lieber noch eine zweite Meinung holen.

Darüber hinaus sollten betroffene PKV-Kunden vor allem bei Begriffen wie "kostenlos und unverbindlich" oder "nur im Erfolgsfall" sehr genau hinsehen und die Unterlagen des Optimierers sehr sorgfältig lesen. Gerade wenn es um eine kostenlose Beratung oder Tarifrecherche geht, dann sichern sich Optimierer gerne gegen Missbrauch der Ergebnisse ab. Im Vertragswerk wird dann eine Zeitspanne genannt, in denen der Kunde das Honorar schuldet, auch wenn er die Dienste des Optimierers nicht weiter in Anspruch nimmt, sondern die gewonnenen Erkenntnisse selbst versucht umzusetzen.

Daher sollten Betroffene auf Folgendes achten:

  • Welche Art Vergütung wird in Rechnung gestellt? Handelt es sich um ein erfolgsabhängiges Honorar, dass auf der Differenz zwischen dem alten und dem neuen Beitrag beruht?

  • Wie lange ist man an die Rechercheergebnisse des Optimierers gebunden?

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